Lesung


25. April 2013


LESUNG


Musikalisch-literarische Soirée

"Das wunderbare Überleben"

Warschauer Erinnerungen 1939-1945 des Pianisten und Komponisten Władysław Szpilman (1911-2000)

Lesung: Bozena Zolynska, Sprecherin
Musik: Aleksandra Mikulska, Klavier

Frédéric Chopin
- Ballade g Moll op.23

Władysław Szpilman
- Mazurek (1942)
- Three little Folk Song Suites (1951-55)

Władysław Szpilman berichtet über seine Erlebnisse im Warschauer Ghetto ab 1940. Nach gelungener Flucht 1942 verstecken ihn über Monate polnische Freunde aus dem Widerstand in leerstehenden Wohnungen und versorgen ihn mit Essen. Als das nicht mehr möglich ist, irrt Szpilman durch verlassene Häuserruinen, wo er nach Nahrungsresten sucht. Dabei wird er vom deutschen Hauptmann Wilm Hosenfeld entdeckt. Dieser liefert Szpilman jedoch nicht aus. Er versorgt ihn heimlich mit Brot und schenkt ihm, bevor er Warschau verlassen muss, seinen warmen Mantel.

Nach dem Krieg tritt Władysław Szpilman wieder als Pianist auf und avanciert zum Musikdirektor von Radio Warschau.

Die Literaturverfilmung von Szpilmans Erinnerungen durch Roman Polański unter dem Filmtitel „Der Pianist“ im Jahr 2001 gewann mehrere Oscars.

Die Lesung gehörte zum Begleitprogramm der Ausstellung „Warschau - Der letzte Blick“, vom 12. April 2013 bis 29. Mai 2013 im Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg.



Überleben im Warschauer Ghetto:
Erinnerungen Władysław Szpilmans im Haus der Heimat

Die Pianistin Aleksandra Mikulska eröffnete mit dem Nocturne cis-Moll von Frédéric Chopin am 25. April 2013 eine literarisch-musikalische Soiree im Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg. Im Leben des polnisch-jüdischen Pianisten und Komponisten Władysław Szpilman hatte dieses Musikstück eine besondere Rolle gespielt, welche, das erfuhren die rund 100 Zuhörer an diesem Abend. Im Mittelpunkt stand Szpilmans Buch „Das wunderbare Überleben – Warschauer Erinnerungen 1939-1945“

Die Schauspielerin Bozena Zolynska trug sehr eindrücklich Passagen aus Szpilmans Erinnerungen vor. Aleksandra Mikulsa begeisterte mit weiteren Chopin-Stücken und mit Klavierwerken Władysław Szpilmans.

Szpilman spielte das Chopin-Nocturne bei seinem letzten Auftritt im polnischen Rundfunk 1939, bevor er Gefangener im Warschauer Ghetto wurde. Dann spielte er es dem deutschen Wehrmachtsoffizier Wilm Hosenfeld vor, als dieser ihn in den Ruinen Warschaus entdeckte. Hosenfeld lieferte Szpilman nicht aus, sondern half ihm zu überleben. Mit eben diesem Nocturne schließlich eröffnete Szpilman den Betrieb des polnischen Rundfunks 1945.

„Ein berührender Abend“, sagten Teilnehmende.

Die Pianistin Aleksandra Mikulska eröffnete mit Chopins Nocturne cis-Moll den Abend, es war Władysław Szpilmans Schicksalsstück. Die Schauspielerin Bozena Zolynska trug Passagen aus Władysław Szpilmans Erinnerungen ans Warschauer Ghetto vor.

Eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung "Warschau - der letzte Blick"
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