Ausstellung "Die sudetendeutschen Sozialdemokraten"


11. Juni bis 24. Juli 2013


AUSSTELLUNG

DIE SUDETENDEUTSCHEN SOZIALDEMOKRATEN

VON DER DSAP ZUR SELIGER-GEMEINDE

SUDETONĔMEČTÍ SOCIÁLNÍ DEMOKRATÉ

OD DSAP K SELIGER-GEMEINDE


Die Wanderausstellung gibt auf zweisprachigen Tafeln einen Überblick auf die gesamte Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokraten: von den Anfängen der Arbeiterbewegung in Böhmen, Mähren und Schlesien Mitte des 19. Jahrhunderts, über die Bedeutung der 1919 gegründeten Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik (DSAP) bis hin zur Treuegemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten im Exil während der NS-Diktatur, deren Nachfolge in der Bundesrepublik Deutschland die Seliger-Gemeinde (benannt nach dem ersten Vorsitzenden der DSAP Josef Seliger) 1951 antrat.

Eine Ausstellung der Seliger-Gemeinde München, vom Haus der Heimat um zahlreiche seltene Exponate ergänzt, die die Geschichte der Partei veranschaulichen.


„Was bezeichnen wir heute als Mut?“ - Innenminister Gall eröffnet Ausstellung des Hauses der Heimat


Der baden-württembergische Innenminister Reinhold Gall hat am Montag, 10. Juni 2013, die Ausstellung „Die sudetendeutschen Sozialdemokraten. Von der DSAP zur Seliger-Gemeinde“ im Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg eröffnet.

Gall würdigte in seiner einführenden Rede den Mut, den sudetendeutsche Sozialdemokraten aufgebracht haben in ihrem Kampf für bessere soziale Verhältnisse und gegen den Nationalsozialismus. „Was bezeichnen wir heute als Mut? Und was war damals Mut?“, fragte Gall. Immer wieder schlug der Innenminister einen lebendigen Bogen aus der Geschichte in die Gegenwart und ließ die Tragweite dessen, was sudetendeutsche Sozialdemokraten damals leisteten, deutlich werden. Gall erinnerte an die Tatkraft und an die Opferbereitschaft führender Parteimitglieder wie Ludwig Czech, Wenzel Jaksch und Josef Seliger. Nicht zuletzt hätten sich die sudetendeutschen Sozialdemokraten für den Erhalt der tschechoslowakischen Republik und ein Miteinander von Tschechen und Deutschen eingesetzt, so Gall.

Der Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde, Dr. Helmut Eikam, erinnerte an die vergleichsweise hohe Zahl an Menschen, die in der Gründungszeit der DSAP sozialdemokratisch organisiert gewesen sei.

In einfühlsamer und zugleich aufrüttelnder Weise machten Iris Kotzian (Sopran) und Stephanie Knauer (Klavier) in ihren musikalischen Beiträgen die Not von Arbeitern im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert fühlbar - sei es die Not der schlesischen Weber in Heinrich Heines Gedicht oder die der Seeräuber-Jenny in der Dreigroschenoper von Brecht/Weill.
  • Die Leiterin des Hauses der Heimat, Dr. Christine Absmeier, und Innenminister Reinhold Gall lassen sich von Ausstellungsmacher Karl Garscha (Mitte) Einzelheiten der Schau erläutern.

  • Dr. Helmut Eikam, der Bundesvorsitzende der Seliger-Gemeinde, blickte zurück in die Geschichte der Partei.

  • Iris Kotzian (r.) und Stephanie Knauer brachten Sozialkritik musikalisch auf den Punkt.

  • v. r. n. l.: Karl Garscha, Innenminister Reinhold Gall und Dr. Christine Absmeier betrachten die vom Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg zusammengetragenen Exponate der Ausstellung.

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