Tagung


13. bis 15. November 2014

TAGUNG

Religiös motivierte Migrationen zwischen Ostmitteleuropa und dem deutschen Südwesten.
Phänomene und Strukturen von Kultur- und Wissenstransfer vom 16. bis zum 19. Jahrhundert

Mit Blick auf die Lutherdekade werden in den kommenden Jahren bis 2017 viele Aktivitäten und Initiativen vorbereitet, um die Bedeutung der Reformation und ihrer Folgen für unsere Geschichte und Kultur aufzuarbeiten. In diesem Rahmen plant das Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg in Stuttgart in Kooperation mit dem Seminar für Neuere Geschichte der Eberhard Karls Universität Tübingen und dem Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde, Tübingen, eine Tagung zum Thema „Religiös bedingte Migrationen zwischen dem deutschen Südwesten und Ostmitteleuropa vom 16. bis zum 19. Jahrhundert“.

Die Tagung wird vorbereitet von Dr. Christine Absmeier, Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg, Prof. Dr. Matthias Asche, Tübingen, PD Dr. Márta Fata, Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde, Tübingen, Dr. Annemarie Röder, Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg und Prof. Dr. Anton Schindling, Tübingen. Sie beginnt mit einem öffentlichen Abendvortrag am 13. November im Innenministerium des Landes Baden-Württemberg.

Die Tagung behandelt Phänomene einer religiös oder konfessionell bedingten Migration zwischen dem deutschen Südwesten und den ostmitteleuropäischen Ländern von der Reformation bis zum frühen 19. Jahrhundert. In dieser Epoche der europäischen Geschichte spielte Wanderung aus Glaubensgründen, sei es erzwungen oder freiwillig, immer wieder eine große Rolle. Als deutscher Südwesten werden die Territorien und Städte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und des alten deutschen Sprachraums einschließlich des Elsass und der Schweiz verstanden, mithin ein größerer Raum als der des heutigen Landes Baden-Württemberg. Ostmitteleuropa meint die Territorien und Gebiete von Estland bis Rumänien, die in der Frühen Neuzeit – ebenso wie der deutsche Südwesten – politisch ganz unterschiedlichen Einheiten angehörten; das Russische Reich wird ebenfalls beachtet.

Die interdisziplinäre Tagung wird mit internationalen Referenten durchgeführt. Sie ist einem zentralen Thema der Beziehungs- und Verflechtungsgeschichte zweier wichtiger europäischer Regionen gewidmet und geht über die deutschsprachigen Migranten hinaus.

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