Kunstinstallation

 

KUNSTINSTALLATION

die stunde stuerzt - 70 Jahre Kriegsende

Die Installation der Künstlerin Monika Drach erinnerte an das Ende des Zweiten Weltkrieges – und an 70 Jahre deutsche Geschichte. Das Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg zeigte die Arbeit im Schaufenster an der Schlossstraße.

Die Installation entsteht....

  • Begriffe, Schlagworte, aufgereiht als Stationen der deutschen Geschichte

  • Requisiten, die deutliche Gebrauchsspuren aufweisen

  • Die Großaufnahme in schwarz-weiß: ein Blickfang

  • Die Pfade entlang der deutschen Geschichte…

  • …. …verlaufen nicht linear fortschreitend…

  • ….und sind verschlungen und miteinander verflochten.

  • Keine trügerische Sicherheit, keine scheinbare Stabilität

  • Die einzelnen Komponenten wachsen zum Gesamtwerk zusammen

  • Aufforderung zur Auseinandersetzung mit der „denkzone“


„die stunde stuerzt“ – so betitelt Drach ihre Arbeit, die im Schaufenster des Hauses der Heimat in der Schlossstraße 92 vom 30. April bis 26. Juni 20154 zu sehen war. Monika Drach bringt 70 Jahre deutsche Geschichte mit Bild- und Text-Elementen in den öffentlichen Raum. Direkt bei der Stadtbahn-Haltestelle Schloss-/Johannesstraße können Passanten noch bis Mitte Juni Anregungen aus ihrer „Denkzone“ mitnehmen.

Der Lauf der Geschichte
… ist kein linear fortschreitender Prozess, vielmehr komplexen dynamischen Entwicklungen unterworfen, ständig im Fluss.

Wegmarken
… Jeder Mensch betrachtet Geschichte ganz subjektiv. Für jede/n Einzelne/n gibt es die wichtigen Ereignisse, Zäsuren, die als lebensprägend wahrgenommen werden. Jede/r setzt die Wegmarken anders. Sie werden immer wieder neu angelegt oder anders positioniert. Wer die letzten 70 Jahre deutsche Geschichte zurück-denkt und (wie die Künstlerin) in Begriffe fasst, entwickelt immer individuelle Assoziations- und Erinnerungsketten, die sich wiederum zu einem kollektiven Geschichtsgedächtnis verdichten.

die stunde stuerzt
… die Kapitulation, ein Ende; die Befreiung, ein Neuanfang… von was? Dann starten Entwicklungen, und sie führen… wohin? Schrecken, Ängste, Hoffnungen, Erwartungen – das war die Zäsur vor 70 Jahren. Auch heute erleben wir akute Bedrohungen, Krisen, die ganz unmittelbar Ängste auslösen und deren weiterer Verlauf ungewiss ist.

Denkzone Haus der Heimat
… neben der Park- und Einkaufszone jetzt also eine „Denkzone“ im Stuttgarter Westen. „Meine Installation ist bewusst offen angelegt. Ich biete Anknüpfungspunkte, setze Denkpunkte. Jede Passantin, jeder Passant auf der Schlossstraße kann Bilder und Denkimpulse mit auf den Weg nehmen und für sich fortschreiben“, so die Künstlerin.

70 Jahre Kriegsende – 70 Jahre deutsche Geschichte. Jede Menge Stoff zum Weiterdenken.


Monika Drach arbeitet als Grenzgängerin zwischen mehreren Disziplinen. Sie hat in Heidelberg und Tübingen Pädagogik, Psychologie und Soziologie studiert und später ein Kunststudium an der Freien Kunsthochschule Nürtingen angeschlossen. Immer wieder bringt sie Kunst und Sozialwissenschaften in einen Dialog. Zentrale Themen ihrer (oft partizipativen) Projekte sind Heimat, Identität und Migration.


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