Schülerlesung


28. April 2016


Schülerlesung


„111 Gründe, Polen zu lieben“


mit Dr. Matthias Kneip


in Kooperation mit der
Deutsch-Polnischen Gesellschaft Baden-Württemberg e. V.

Witzig und geistreich erzählte Dr. Matthias Kneip aus seinem Leben als bayrisches Kind schlesischer Eltern und schilderte seine „111 Gründe, Polen zu lieben“.

Pünktlich um 9.50 Uhr trafen die zwei neunten Klassen des Königin-Olga-Stifts im großen Saal des Hauses der Heimat zur Lesung ein. Nach einigen Anekdoten aus seiner Kindheit und Jugend in einem deutsch/bayrisch/polnisch/schlesischen Elternhaus sprach Kneip Themen wie Deutsch-Polnische Beziehungen, Small Talk, Gastgeschenke, Geschlechterwahrnehmungen/-rollen und Frauentag in Polen an. „Für viele Leute“, so Kneip „hat Polen mehr Exotik-Charakter als Indonesien“. Zum einen läge es an der Sprache, zum anderen an den herrschenden Stereotypen. Ein Blick in die 60er Jahre zeigte Vergleichbares: Damals waren Witze über Italiener in Deutschland sehr beliebt. Viele Italiener kamen als Gastarbeiter nach Deutschland, aber nur wenige Deutsche reisten zu diesem Zeitpunkt nach Italien. Als sich dieser Zustand änderte und Italien eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen wurde, verloren die „Italienerwitze“ an Reiz, da sich die Stereotypen auflösten. Diesen Fortschritt erhofft sich Kneip auch für Polen. Die 60 Schülerinnen und Schüler des Königin-Olga-Stifts sind hierfür auf dem richtigen Weg. Mitte Mai werden sie für eine Woche nach Polen fahren, um dort an einer interkulturellen Begegnung mit polnischen Schülerinnen und Schülern teilzunehmen. Die Begegnung wird in Kreisau/ Krzyżowa stattfinden, worauf sie ein Workshop des HdH vorbereiten wird. Kneip gab den Schülerinnen und Schülern aber vorab schon einmal nützliche Tipps an die Hand: Gastgeschenke mitnehmen, ein paar polnische Wörter lernen und nur über polnische Politik zu diskutieren, wenn man ausdrücklich darauf angesprochen wird.

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