Soirée


Mittwoch, 14. Dezember 2016


Martin Luther



Literarisch-musikalische Soirée


Jan Hus und Martin Luther


mit Susanne Schroeder
und Daniel Dobiáš

Jan Hus

1415 wurde Jan Hus auf dem Kirchenkonzil in Konstanz als Ketzer verbrannt. 1517 veröffentlichte Martin Luther seine Thesen gegen den Ablassmissbrauch. Beide predigten in der Sprache des Volkes, der eine tschechisch, der andere deutsch. Und der deutsche Reformator ließ sich vom Werk des böhmischen Reformators beeinflussen.

Die Schauspielerin Susanne Schroeder liest Texte zu Leben und Werk von Jan Hus. Der tschechische Komponist Daniel Dobiáš hat Verse von mittelalterlichen und Renaissance-Dichtern aus sieben europäischen Ländern vertont und begleitet deren Rezitation auf dem Klavier.



Europäische Geistesgeschichte, schmissig vertont

Das Leben des Jan Hus inspirierte den tschechischen Komponisten Daniel Dobiáš zu einem Streifzug quer durch die europäische Geistesgeschichte.

Von Thomas Morus über Niccolò Machiavelli und William Shakespeare bis zu Walther von der Vogelweide – der Komponist Daniel Dobiáš wird in seiner Arbeit von einer Vielzahl an Dichtern und Denkern inspiriert, zieht dabei durch die Jahrhunderte und über Länder- und Sprachgrenzen hinweg . Für seinen Liederabend im Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg nutzte er einzelne Stationen aus dem Lebenslauf von Jan Hus, um durch seine Musik zu führen. Lose assoziiert verknüpfte er seine zum Teil schmissig-schwungvollen, zum Teil lyrischen, immer sehr eingängigen Lieder mit der Chronologie, die die Münchner Schauspielerin Susanne Schroeder in knappen, sachlichen Texten las. Am Ende des Programms spannten die beiden den Bogen zu Martin Luther: Der Reformator wurde mit der überraschenden Erkenntnis zitiert, er selbst habe die „Lehren von Jan Hus“ vertreten, ohne sich dessen bewusst zu sein. „Ein feste Burg ist unser Gott“ – Worte von Luther, Musik von Daniel Dobiàš, eine Kombination, typisch für den Abend: Reformationsgedanken, verpackt in gefällig-moderne Klänge.


Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "Flucht vor der Reformation".
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