Lesung & Gespräch


Mittwoch, 12. April 2017, 18 Uhr, Großer Saal, EG



Dana Grigorcea
im Gespräch mit Irene Ferchl

© Ayşe Yavas
Ihr zweiter Roman – Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit – ist eine Tour de Force, die durch den wahnwitzigen Alltag der rumänischen Millionen-Metropole Bukarest führt. Die Finanzmanagerin Victoria, nach einem langjährigen Auslandsaufenthalt gerade in ihre Heimatstadt zurückgekehrt, lernen wir als Meisterin dieses Alltags kennen. Als Opfer eines Banküberfalls wurde sie von ihrem Arbeitgeber beurlaubt, um sich von dem traumatischen Erlebnis erholen zu können. Das ist eine willkommene Gelegenheit für die junge Frau, ihre Geburtsstadt wieder zu entdecken, frühere Bekanntschaften aufleben zu lassen und neue zu schließen.

Geboren 1979 in Bukarest, studierte Dana Grigorcea deutsche und niederländische Literatur und lebt inzwischen in Zürich. Mit einem Auszug aus dem Roman wurde sie beim Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnet und nach Erscheinen in allen großen Zeitungen lobend besprochen. Sprachwitz und kompositorisches Können der Autorin, Poesie und feiner Humor wird gelobt und sie selbst als Entdeckung gefeiert.

ortswechsel / osteuropa / anderswo

Das Land der Geburt verlassen, von der Spielstätte der eigenen Familiengeschichte abgehen, den vertrauten Sprachraum aufgeben – prägen solche Erfahrungen spätere Biografien? Wird das Kappen von Wurzeln zur Motivation zum Schreiben? Kann Literatur ein Ort sein, an dem man sich (wieder) zuhause fühlt?

In der Fortsetzung der Lese- und Gesprächsreihe, die das HdH BW im letzten Jahr begonnen hat, unterhält sich die Stuttgarter Kulturjournalistin Irene Ferchl mit Matthias Nawrat, Marjana Gaponenko und Dana Grigorcea über deren Bücher, ihr Schreiben und die Fragen nach Heimat und Identität – woran lässt sich diese in unseren Zeiten festmachen? Alle drei AutorInnen haben unterschiedliche Lebensgeschichten, unterschiedliche Schreibstile - gemeinsam ist ihnen die Erfahrung, eine Fremde zum Eigenen verarbeitet zu haben.


© Burkhard Riegels
Irene Ferchl hat Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaft studiert und 1993 das Literaturblatt für Baden-Württemberg gegründet, dessen Herausgeberin und Chefredakteurin sie bis heute ist. Ihr Arbeitsgebiet ist die Vermittlung der Literatur vom 19. bis 21. Jahrhundert, ob als Autorin von Reiseführern, Projektleiterin in Stadt, Region und Land, Moderatorin oder Redakteurin zum Beispiel der Publikationen zu den Chamisso-PreisträgerInnen der Robert Bosch Stiftung.

Die Ausstellung Flucht vor der Reformation kann bis 17.45 Uhr besucht werden.

- Eintritt frei -
Einlass bis zum Erreichen der höchstzulässigen Besucherzahl
Logo

Powered by CMSimple | Template by CMSimple |