Konzert


Mittwoch, 7. März 2018, 18 Uhr, Kursaal Cannstatt

Konzert: Kammerorchester arcata stuttgart und Katarzyna Myćka

30 Jahre Städtepartnerschaft Stuttgart - Lodz

Programm:

Alexandre Tansman (1897 Lodz - 1986 Paris):
Frescobaldi-Variationen für Streichorchester

Emmanuel Séjourné (* 1961 Limoges)
Konzert für Marimba und Streichorchester

- Pause -

Grazyna Bacewicz (1909 Lodz - 1969 Warschau):
Divertimento für Streichorchester

Gustav Jensen (1843 Königsberg - 1895 Köln):
Sinfonietta op. 22 für Streichorchester

arcata stuttgart - Von Barock bis zu zeitgenössischer Musik interpretiert das Kammerorchester arcata stuttgart unter der Leitung seines Gründers und Dirigenten Patrick Strub seit über 30 Jahren ein vielfältiges und vielschichtiges Repertoire, mit dem die 19 professionellen Streicherinnen und Streicher aus der Stuttgarter Musiklandschaft nicht mehr wegzudenken sind.

Katarzyna Myćka - Nach einer Klavier- und Schlagzeugausbildung entdeckte die 1972 geborene Künstlerin während des Studiums an den Musikhochschulen Gdansk, Stuttgart und Salzburg die Marimba als ihr "ideales Medium für die musikalische Aussage". Zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei internationalen Musikwettbewerben folgten. Auf inzwischen sieben CDs hat die Künstlerin einen Querschnitt ihres Repertoires eingespielt.

Das Konzert wird gefördert durch: dpg Deutsch-Polnische Gesellschaft, Landesverband Baden-Württemberg e.V.

Kursaal Cannstatt, Königsplatz 1, 70372 Stuttgart, Großer Saal - 1

Saalöffnung: 17.30 Uhr. Einlass bis zum Erreichen der höchstzulässigen Besucherzahl.

Der Eintritt ist frei.

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: U2, U19, Haltestelle Kursaal


Marimba-Feuerwerk

Das Kammerorchester arcata Stuttgart gab ein Konzert im Kursaal Cannstatt. Solistin des Abends war Katarzyna Myćka an der Marimba.

Mit der Interpretation des Konzerts für Marimba und Streichorchester von Emmanuel Séjourné konnte die Percussionistin die verblüffend vielseitige Ausdrucksfähigkeit ihres Instruments unter Beweis stellen. In seiner Werkeinführung beschrieb Patrick Strub, Orchesterleiter, den „farbenreichen Dialog“ zwischen Streichern und Soloinstrument, den Séjourné in seinem 2006 komponierten Konzert angelegt habe. Der zweite Satz erinnere an den amerikanischen Big-Band-Sound, der dritte, rhythmisch-akzentuiert, an Klänge aus der Karibik. Von fein-schwebend bis leidenschaftlich und energiegeladen reichten die Klangbilder, die Katarzyna Myćka schuf.

Den Rahmen um das Solokonzert bildeten zwei Werke von Komponisten aus Lodz. Mit der Werkauswahl zog das Kammerorchester einen Bogen vom Barock bis zur Moderne: Alexandre Tansman, 1897 geboren, komponierte seine eleganten Variationen auf ein Thema von Girolamo Frescobaldi 1937 in Paris, sie sind Ausdruck seiner Beschäftigung mit italienischer Barockmusik. Grażyna Bacewicz, 1909 in Lodz geboren und 1969 in Warschau gestorben, wurde als Komponistin noch nicht wirklich entdeckt und gebührend wahrgenommen. Mit erst 23 Jahren beendete sie ihr Studium der Violine, Klavier und Komposition an der Akademie Warschau und begann eine internationale Karriere als Interpretin. Sie komponierte Kammermusik ebenso wie Orchesterwerke für „gigantisch besetzte Klangmassen“, so Patrick Strubs Einführung. Mit einem besonderen „Bonbon“ schloss das Streichorchester die Veranstaltung: Von der hochromantischen Sinfonietta op. 22 des Königsberger Komponisten Gustav Jensen (1843 – 1895) existiert keine einzige Aufnahme, die Besucher im Kursaal Cannstatt durften nach Strubs Recherchen einer Erstaufführung zuhören.

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