SCHÜLERWETTBEWERB

Grenzüberschreitender Schülerwettbewerb 2015/16

„Gemeinsam in Europa ─ Baden-Württemberg & Tschechien“





Einsendeschluss war der 31. Januar 2016
Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden ermittelt und über die
Schulleitungen benachrichtigt.




LÖSUNGEN zum Wettbewerbsteil „Suchen und Finden“


Schülerwettbewerb „Gemeinsam in Europa - Baden-Württemberg & Tschechien“ 2015/2016


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„Miteinander – damit es nie mehr zu einem Gegeneinander kommt“

In seiner Ansprache zur Preisverleihung des Schülerwettbewerbs im Innenministerium nahm Ministerialdirigent Herbert Hellstern einen Gedanken auf, der für die Gründung Europas von zentraler Bedeutung war. Damit sprach er am Tag nach dem „Brexit“ ein brandaktuelles Thema an. Er betonte die Chancen, die die tschechischen Schüler auf ihrer Baden-Württemberg-Tour und die deutschen Schüler während ihrer Tschechien-Reise nutzen sollten: „In der Begegnung mit dem Fremden“ könne man sowohl „die eigenen Besonderheiten erkennen“ als auch das Gemeinsame erfahren – seine Aufforderung an die Schüler als die „Brückenbauer“, die das Europa von morgen gestalten, lautete: „Nehmen Sie die Verantwortung an!“


Nach dem Festakt konnten die ausgezeichneten Preisträgerarbeiten besichtigt werden. David Procházka von Tandem (Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch) freute sich besonders, dass der immerwährende Kalender von Tereza Piskláková in Tschechien gedruckt und publiziert wird. Auch dem Brettspiel ‚“Donaurandweg“ von Eliška Přibíková („Vorher wusste ich gar nichts über Baden-Württemberg, jetzt habe ich Lust, selbst auf mein Fahrrad zu steigen.“) würde er einen Verlag wünschen.

Insgesamt haben rund 3.500 Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb teilgenommen, davon knapp 1.200 aus Tschechien. 15 Tschechen und 15 Deutsche, die von der Jury als preiswürdig beurteilt wurden, verbringen nun gemeinsame Tage in Stuttgart, Schwäbisch Hall, Prag und Pilsen. Dann geht es für die Baden-Württemberger weiter nach Brünn, Olmütz und zum mährischen Karst. Die Osteuropäer, die bereits Ulm und Konstanz besucht haben, fahren nach Hause.


Preisträgerfahrt in Baden-Württemberg und Tschechien vom 21. bis 30. Juni 2016

Jeweils 15 Hauptpreisträgerinnen und Hauptpreisträger aus Tschechien und Baden-Württemberg durften sich über den Hauptpreis – den Gewinn einer Studienreise ins Nachbarland freuen. Ein Höhepunkt und Novum in diesem Jahr: Die Gewinnerinnen und Gewinner aus beiden Ländern verbrachten einen Teil der Reise zusammen.

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Preisträgerreise der tschechischen HauptpreisträgerInnen in Baden-Württemberg (21. – 23.6.16)

Am späten Abend des 21. Juni kamen die 15 Schülerinnen und Schüler nach einer langen Zugreise aus Prag in Ulm an. Begleitet wurden sie von einer ehemaligen Hauptpreisträgerin des grenzüberschreitenden Schülerwettbewerbs „Deutsche und Tschechen – Begegnungen“ aus dem Jahr 2005/2006, die heute Deutschlehrerin ist, und einem Mitarbeiter von Tandem, der Partnerorganisation des diesjährigen Schülerwettbewerbs.

Vollgetankt mit neuen Kraftreserven erwartete die Gruppe am nächsten Morgen eine Stadtführung durch Ulm. Die besonders Sportlichen der Gruppe rundeten die gelungene Stadtführung mit dem Besteigen des höchsten Kirchturms der Welt, dem Ulmer Münster, ab. Sportlich verlief der Tag weiter: Ziel am Nachmittag war der Waldseilgarten in Wallenhausen, wo sich die Schülerinnen und Schüler auf acht unterschiedlichen Plattformen in schwindelerregender Höhe austoben konnten.

Für den nächsten Tag stand das „Schwäbische Meer“ auf dem Plan. Mit dem Reisebus machten sich die Preisträgerinnen und Preisträger auf den Weg nach Konstanz. Bei sommerlichen 35 Grad kam der Bodensee nach der Stadtführung zum Abkühlen genau richtig. Spätnachmittags ging es dann mit dem Reisebus weiter in Richtung Stuttgart, da am nächsten Morgen die Preisverleihung im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration anstand.


Gemeinsame Preisträgerreise durch Baden-Württemberg und Tschechien (24. – 27.6.16)

Stuttgart, Innenministerium, 24. Juni 2016, 11 Uhr. Die baden-württembergischen und tschechischen Hauptreisträgerinnen und Hauptpreisträger bekamen im feierlichen Rahmen ihre Urkunden verliehen und konnten sich erstmals „beschnuppern“. Nach einem Stehempfang und dem Zimmerbezug der Baden-Württemberger im Hostel stand ein gemeinsames Kennenlernen auf dem Programm. Die Landeshauptstadt wurde im Anschluss zweifach erkundet: von unten – bei einem Stadtspaziergang und von oben – dem Fernsehturm.

Am nächsten Tag reisten die 30 Jugendlichen weiter nach Schwäbisch Hall. In binationalen Teams erkundigten sie die Stadt mit einem Stadtspiel bzw. einer Salzrallye selbst. Nach einem stärkenden Mittagessen und etwas Freizeit machte sich die Gruppe auf Richtung Tschechien. Erste Station war die Kulturhauptstadt 2015 Pilsen/Plzeň. Dort erwarte die Gruppe am Morgen des 26. Juni die interaktive Stadtführung Erlebe Pilsen!/ Zažij Plzeň!. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Wissenschaft. Im Techmania Science Center konnten sich die Schülerinnen und Schüler mit Naturphänomenen beschäftigen und diesen auf den Grund gehen. Ausklang fand der Tag beim „Bunten Abend“. In deutsch-tschechischen Kleingruppen wurden Auftritte und Einlagen einstudiert. Von Pantomime über „Montagsmaler“ bis hin zu Gesangseinlagen und Zungenbrechern war ein vielfältiges, lustiges und unterhaltsames Programm geboten.

Das nächste Reiseziel war Prag. Dorthin hatte die Gruppe vom tschechischen Bildungsministerium, das die Schirmherrschaft von tschechischer Seite über den Wettbewerb innehatte, eine Einladung bekommen. Im repräsentativsten Raum, dem Spiegelsaal, wurden die Schülerinnen und Schüler von den Vertretern des Bildungsministeriums willkommen geheißen. Auch hier erhielten die Hauptpreisträgerinnen und Hauptpreisträger eine Würdigung ihrer Arbeiten und bekamen Urkunden verliehen. Im Anschluss gab es Kolatschen und Getränke. Bevor es dann für die Baden-Württemberger weiter zur Stadtführung „Geister und Mythen“ ging, hieß es Abschiednehmen. Für die tschechischen Gewinnerinnen und Gewinner endete hier die Preisträgerreise. Spätnachmittags reiste die baden-württembergische Reisegruppe alleine nach Mähren weiter.


Preisträgerreise der baden-württembergischen HauptpreisträgerInnen in Tschechien (28. – 30.6.16)

Brünn/Brno stand am 28. Juni auf dem Programm. Morgens lernten die Schülerinnen und Schüler die Stadt und ihre Geschichte durch eine Stadtführung „Auf rot-weiß-roten Spuren“ kennen. Am Nachmittag wurde es dann auch bei den Baden-Württembergern sportlich: Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein besuchten sie einen Hochseilgarten in einem Stadtteil von Brünn/Brno.

Am vorletzten Tag besuchte die Gruppe die fünftgrößte Stadt Tschechiens – Olmütz/Olomouc. Vom Rathausturm aus bot sich ein schöner Überblick über die gesamte Stadt und ihre vielen Brunnen. Anschließend ging die Reise weiter zum Mährischen Karst/Moravský kras. Bei kühlen acht Grad gab es eine Führung und Schifffahrt durch die Punkva-Höhlen, eine Tropfsteinhöhle.

Der letzte Tag stand ganz im Zeichen der Rückreise. Es galt, fast 700 km nach Stuttgart zurückzulegen. Am späten Abend kamen die 15 Hauptpreisträgerinnen und Hauptpreisträger wieder wohlbehalten in der Landeshauptstadt an. Fazit der Schüler (dank Sprachanimation) zur Reise: Senzačně!*

*[Sensatschnje] = cool


Backnanger Schüler gewinnen Preise im Wettbewerb „Gemeinsam in Europa – Baden-Württemberg und Tschechien“

Langjähriges Engagement zahlt sich aus: Seit vielen Jahren nehmen Schülerinnen und Schüler der Geschichts-AG am Gymnasium in der Taus am landesweiten Wettbewerb „Nachbarn im Osten“ teil. Dieses Jahr wurde ihr Erfolg mit einer eigenen Preisverleihung in der Aula belohnt.

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Die Zahl der Einsendungen aus Backnang war hoch und die Mitglieder der Geschichts-AG waren so erfolgreich, dass sich das Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg in Stuttgart dazu entschlossen hatte, die Preise persönlich am Gymnasium in der Taus zu überreichen.

Im Schuljahr 2015/16 drehten sich die Fragen und Aufgaben um Tschechien. So verfassten zwei Schülerinnen aus Backnang ein „Interview mit einem Geist“, in dem der schriftstellernde Rabbi Judah Löw mit der legendären Figur des Golem sprach. Eine Gruppe von Siebtklässlerinnen stellte ein mehrgängiges böhmisches Menü zusammen und dokumentierte ihre Koch-Aktion in einer Fotopräsentation. Teilnehmer der Jahrgangsstufen befassten sich mit Themen wie dem Prager Frühling den Tschechisch-Deutschen Beziehungen.

Mit insgesamt 31 Einsendungen in den verschiedenen Wettbewerbskategorien und 19 Preisträgern war das Gymnasium in der Taus in diesem Schuljahr sehr erfolgreich.

Preisträgertag in Stuttgart

14 Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg, von Mannheim bis Titisee-Neustadt, kamen am 20. Juli nach Stuttgart, denn sie hatten beim Schülerwettbewerb „Gemeinsam in Europa – Baden-Württemberg und Tschechien“ einen Preisträgertag gewonnen. Es erwartete sie ein Tag voll Aktivität und Begegnung mit dem östlichen Europa.
Außerdem fand sich eine kleine Gruppe von drei Schülern, einer Schülerin sowie einer Begleitlehrerin aus Tarutino (Ukraine) ein, die ebenfalls an einem vom Bessarbiendeutschen Verein ausgetragenen Wettbewerb teilgenommen und eine Reise nach Baden-Württemberg gewonnen hatte.

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Dr. Diane Dingeldein und Jana Drah vom Fachbereich „Interkulturelle Jugendbildung“ hießen die Gewinner herzlich im Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg willkommen und überreichten ihnen ihre Preise. Danach hatten alle die Gelegenheit, kurz die Projekte, mit denen sie gewonnen hatten, vorzustellen.
Im Anschluss hieß es: Aufstehen, kreativ sein und sich gegenseitig kennenlernen. Auf spielerische Art und Weise kamen sich so die Baden-Württemberger und Ukrainer näher. Sobald zu jedem Gesicht auch ein Name passte, wartete eine kleine Stärkung auf die Jugendlichen. Weiterer Proviant und Getränke wurden im Rucksack verstaut und es ging auf in den Waldseilgarten in Stuttgart-Zuffenhausen.

An der Haltestelle nahm Joscha die Preisträger in Empfang und auf dem Weg durch den schattigen Wald stellte er den Schülerinnen und Schüler Aufgaben, die sie stärker als Gruppe zusammenfinden lassen sollte: Zum Beispiel mussten sie, zuerst in Kleingruppen und schließlich alle zusammen, gleichzeitig unter einem schwingenden Seil durchlaufen, ohne es zu berühren; dabei galt es, sich untereinander gut abzusprechen. Viel mehr noch bei der Herausforderung, aus einem mit einem Seil abgegrenzten Kreis, einem imaginärem Teich, ein kleines Päckchen herauszuholen, ohne den Bereich innerhalb des Kreises zu berühren. In einem Rucksack gab es die nötigen Werkzeuge dafür. Nach intensivem Überlegen und Beratschlagen spannten die Schüler ein Seil um einen Baumstamm über den „Teich“. Die Gruppe zog das Seil fest und Yannick hangelte sich erfolgreich Stück für Stück vor, um den „Schatz“ aus dem „Teich“ zu retten.
Mit dieser Übung waren dann alle startklar für den Parcours im Waldseilgarten. Dort angekommen wurde die Ausrüstung angelegt und dann ging es, ganz nach Lust und Laune hoch oder nicht ganz so hoch hinaus in die Baumwipfel.

Am Ende des sehr heißen Tages waren alle erschöpft, aber zufrieden: „Mir hat der Preisträgertag gefallen. So was macht man nicht einfach mal so“, war das Fazit einer Teilnehmerin. „Toll, dass auch die Ukrainer dabei waren. Wann hat man schon mal die Möglichkeit, sich mit jemandem von dort auszutauschen?“, fasste ein weiterer Schüler den Tag zusammen.


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