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„Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen“
Lebenswege jüdischer Palästina-Auswanderer aus dem östlichen Europa
Vom 3.5.2018 – 22.11.2018


2.5.2018 Pressemitteilung
„Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen“
Lebenswege jüdischer Palästina-Auswanderer aus dem östlichen Europa
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Bild: Messias Zeiten (1,4 MB)
Jakob Steinhardt (aus Posen über Berlin nach Palästina), Kreide-Lithographie, 1920. Aus: „Gleichnisse“ von Jizchok-Leib Perez
Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg
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Bild: Schiff „Hilda“ nach dem Brand (1,1 MB)
Isidor Aschheim (von Breslau nach Palästina), Lithographie, o.J.
Schlesisches Museum zu Görlitz
Gemeinsam mit über 700 Passagieren trat Isidor Aschheim auf dem Schiff „Hilda“ 1939 die Flucht nach Palästina an. Die Zustände auf dem Schiff der Hagana, der bewaffneten jüdischen Untergrundbewegung Palästinas, waren absolut unzulänglich. Die Besatzung der „Hilda“ meuterte bald nach der Ausfahrt, im Schwarzmeerhafen Balcic mussten die Flüchtlinge auf eine neue Besatzung warten. In dieser ohnehin angespannten Situation brach ein Brand aus.
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Bild: Ansichtskarte, 1930er-Jahre (1,8 MB)
Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg
Im Zentrum der Metropole Tel Aviv liegt die vom Bauhaus- und vom Internationalen Stil inspirierte „Weiße Stadt“. Sie wurde in den 1930er Jahren von Architekten erbaut, die aus Dessau und Berlin vor dem Nationalsozialismus geflohen waren. Seit 2003 ist sie UNESCO-Weltkulturerbe.
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Bild: Ansichtskarte, koloriert, um 1920 (600 KB)
Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg
Bis zur Jahrhundertwende kamen etwa 25.000 Juden aus Osteuropa nach Palästina. 1887 wurde die landwirtschaftliche Genossenschaft Rischon LeZion („Erster für Zion“) gegründet. Hier blieben der Betrieb und die Anbauflächen, insbesondere für Wein, im Privatbesitz der Bauern. Die Weinkellerei entwickelte sich zum größten Weinproduzenten Israels.
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Bild: „Paduaner“ nach einem Sesterz des Titus mit Darstellung der Iudea capta (600 KB)
Landesmuseum Württemberg
Im Jahre 66 n. Chr. erhoben sich in Judäa große Teile der Bevölkerung gegen die Unterdrückung durch die römischen Besatzer. Der Aufstand wurde niedergeschlagen, die Römer feierten ihren Erfolg auch auf Münzen mit Darstellungen der trauernden Judäa: Die Personifikation der unterworfenen Provinz sitzt neben einer Palme und stützt ihren Kopf im Trauergestus in die linke Hand. Diese Prägung wurde im 16. Jahrhundert in Padua hergestellt.
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Kiddusch-Becher aus Silber. Julius Lemor, Breslau. Um 1920 (1,2 MB)
Schlesisches Museum zu Görlitz, Sammlung Dr. Rainer Lemor
Der silberne oder vergoldete Becher wird vor dem Abendessen zu Beginn des Schabbat (Ruhetag) und an Feiertagen mit Wein gefüllt. Dann spricht der Hausherr den Segen (Kiddusch) über ihn. Diese Zeremonie gehört zu den wichtigsten rituellen Handlungen im jüdischen Brauchtum.
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Werbeplakat „Das schöne Palästina“ (180 KB)
von Franz Krausz (1905-1998). Palästina, 1936
The Palestine Poster Project Archives (PPPA)
www.palestineposterproject.org
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